Das Gesundheitsreferat registriert in München derzeit einen enormen Anstieg an Grippeinfektionen. Allein in der vergangenen Woche wurden ihm ungefähr 1000 neue Fälle gemeldet: 200 Neuinfektionen mehr als noch in der Woche davor.

Deutlich höhere Zahlen als im vergangenen Jahr

Im Vergleich mit den letzten Jahren sind 1000 neue Grippefälle innerhalb einer Woche eher ungewöhnlich und seit 2010 auch nicht mehr in dieser Form aufgetreten. Im Jahr 2017 lag die Höchstzahl der in einer Woche gemeldeten Erkrankungen beispielsweise nur bei ungefähr 690. Zudem ebbte die Grippewelle bereits nach dem Beginn des Februars wieder deutlich ab.

Der Anstieg ist auch in Krankenhäusern zu bemerken

Viele Münchner entscheiden sich bei einer Grippeinfektion nicht für den Gang zum Hausarzt, sondern suchen stattdessen ein Krankenhaus auf. Folglich ist die Zahl der Grippepatienten in den Münchner Notaufnahmen seit Anfang des Jahres deutlich angestiegen. Viele der Patienten, insbesondere ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen, werden im Anschluss auch stationär aufgenommen.

Münchner können Notaufnahmen entlasten

Christoph Dodt, Chefarzt des Notfallzentrums am Klinikum Bogenhausen, bittet alle Münchner bei einer Grippeerkrankung um sorgsames Abwägen. Bei eher leichten Krankheitsverläufen sei beispielsweise ein Hausarzt der richtige Ansprechpartner, um lange Wartezeiten in Notaufnahmen zu vermeiden.

Die Grippe ist nicht zu unterschätzen

Verlaufen Grippeinfektionen besonders schwer, können Lungenentzündungen und andere Erkrankungen der Atemwege die Folge sein. Darum rät die Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs weiterhin dazu, sich impfen zu lassen. Um das Risiko einer Infektion zu vermeiden, sollte man sich außerdem stets sorgfältig die Hände waschen und ausschließlich in Wegwerftaschentücher niesen.

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