Ob Wasserhahn, Kuscheltiere oder Handtasche: In den eigenen vier Wänden gibt es zahlreiche Alltagsgegenstände, auf denen Keime lauern. Mit ein paar simplen Tipps können aber auch diese hygienisch sauber gehalten werden.

1) Der Wischmopp

Wenn ein Wischmopp über den Boden gleitet, kommt er mit Staub, Haaren und Essensresten in Kontakt. Auf einer Fläche von zehn Quadratzentimetern weist er etwa eine Milliarde Bakterien auf. Um diesem Problem entgegenzuwirken, sollte der Wischmopp nach jedem Einsatz bei 60 Grad gewaschen werden.

2) Der Wasserhahn 

Wer sich nach dem Toilettengang die Hände wäscht, überträgt beim Aufdrehen des Wasserhahnes automatisch Keime und Bakterien an diesen. Wird der Hahn danach wieder zugedreht, gelangen diese direkt zurück auf unsere Hände. Um das Bakterienwachstum nicht zusätzlich zu begünstigen, sollte der Wasserhahn im Bad nach jeder Benutzung abgetrocknet und einmal in der Woche gründlich gereinigt werden.

3) Die Nagelschere

Unter 24 Prozent der Fingernägel von Männern und 15 Prozent der Fingernägel von Frauen lauern Darmbakterien. Bei der Benutzung von Nagelscheren können folglich Keime übertragen werden, die über kleine Verletzungen in das Nagelbrett eindringen und zu Entzündungen führen können. Darum ist es ratsam, das Schneideblatt von Nagelscheren einmal im Monat mit einem desinfizierten Tuch zu reinigen.

4) Der Pyjama

Während Frauen im Durchschnitt 17 Tage lang denselben Schlafanzug tragen, greifen Männer wenigstens alle 13 Tage zu einem neuen Pyjama. Da der menschliche Körper innerhalb einer Woche im Schlaf bis zu drei Liter Schweiß verliert, sollte man die Kleidung, die man nachts trägt, jedoch mindestens zweimal in der Woche wechseln. Auf diese Weise lassen sich Hautinfektionen und Blasenentzündungen, welche durch die Keime auftreten können, vermeiden.

5) Das Kuscheltier

Laut einer Studie wurde jeder fünfte Teddybär noch nie gewaschen. Darum fühlen sich Bakterien im Fell von Kuscheltieren besonders wohl und können bei Kindern zu Harninfektionen, Durchfall und Asthma führen. Um Abhilfe zu schaffen, sollten Kuscheltiere, die lange nicht mehr gereinigt wurden, für zwei Tage in einer Plastiktüte eingefroren werden. Die Minustemperaturen töten Milben und Bakterien zuverlässig ab. Danach kann das Kuscheltier im Schongang gewaschen und für zwei Tage auf der Wäscheleine oder dem Balkon getrocknet werden.

6) Die Schuhe

Jeden Tag gelangen Schuhe, die auf der Straße getragen werden, mit etwa 421.000 Bakterienkolonien in Kontakt, die an der Schuhsole kleben bleiben. Diese gelangen über unsere Schuhe nicht nur in die Wohnung, sondern können auch von Socken aufgenommen und dadurch überall verteilt werden. Um dies zu vermeiden, sollten Schuhe am Wohnungseingang auf einer Matte abgestellt und der Fußboden mindestens einmal in der Woche mit Allzweckreiniger geputzt werden.

7) Die Handtasche

Die Oberfläche von Handtaschen ist meistens rau, wodurch sie Bakterien einen besonders guten Halt bieten – zum Beispiel, wenn diese in der U-Bahn auf dem Boden oder dem Nebenplatz abgelegt werden. Die Außenflächen der eigenen Lieblingshandtasche können jedoch einfach mit einem Tuch und etwas Essigreiniger gesäubert werden, was alle festgesetzten Keime abtötet. Der Inhalt von Handtaschen sollte zudem regelmäßig mit einem desinfizierten Tuch abgewischt werden.

8) Die Kontaktlinse

In den Augen von Kontaktlinsenträgern haben Forscher mehr als 5.000 Bakterien entdeckt, die dort im Normalfall nicht vorkommen sollten. Das Problem ist, dass die kleinen Sehhilfen in der Regel feucht aufbewahrt werden, wodurch sich Bakterienstämme an ihnen gut vermehren können. Um Bindehautentzündungen zu vermeiden, ist es wichtig, die Behälter von Kontaktlinsen alle drei Monate auszutauschen.

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