Zugang zu sauberem Trinkwasser

Derzeit besitzen 89 Prozent der Menschen einen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die WHO und UNICEF haben diesen Begriff genauer definiert. Sauberes Wasser bedeutet demnach Wasser, das nicht verunreinigt ist und ohne Abkochen getrunken werden kann. Zusätzlich muss es aus gesicherten Leitungen oder Brunnen kommen, jederzeit verfügbar sein und darf nicht mehr als 30 Minuten vom Haus entfernt sein.
Das Positive ist, dass sich die Gesamtsituation jedes Jahr verbessert. Jedoch gibt es besonders große Unterschiede zwischen der Stadt- und Landbevölkerung. Besonders in Afrika und Ozeanien ist der Unterschied enorm. Hier besitzen ungefähr zwei Drittel der Stadtbevölkerung Zugang zu sauberem Wasser, auf dem Land aber weniger als ein Drittel.
Weltweit besitzt die Stadtbevölkerung zu 95 Prozent sauberes Wasser und die Landbevölkerung zu 80 Prozent.

Wieso die Situation auf dem Land schlechter ist

Das Problem ist, dass die Brunnen und Leitungen überwacht und instandgehalten werden müssen. Hierfür wird ein technisches Wissen benötigt, was oft auf dem Land fehlt. Jedoch verbessert sich die Lage auf dem Land schneller, als in der Stadt. Wenn sich dies in den nächsten Jahren so fortsetzt, dann kann die Wasserversorgung auf dem Land in ungefähr 20 Jahren mit der in den Städten gleichziehen. Dies lässt jedoch darauf schließen, dass das Ziel der UN nicht eingehalten werden kann.

Zugang zu einer sanitären Versorgung

Die sanitäre Versorgung sieht bei weitem schlechter aus, als der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Denn weltweit haben nur 68 Prozent der Menschen einen Zugang zu einer sanitären Einrichtung, die den Anforderungen der UN entspricht. Auf dem Land besitzt sogar nur jeder Zweite einen sanitären Zugang und dies im weltweiten Durchschnitt.
Dennoch verbessert sich die Situation auch hier stetig, wenn auch langsamer. Ob aber das Ziel der UN eingehalten werden kann, dass jede Person bis zum Jahr 2030 einen Zugang zur Sanitärversorgung hat, ist fraglich.

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