Die Entdeckung von Krankheitserregern reicht weit in die Vergangenheit zurück. Denn schon in der Antike stellten die Menschen Vermutungen auf, wieso und woran die Menschen erkrankten.

Die Miasmenlehre in der Antike

In der Antike wurden krankmachende Körpersäfte als Ursache von Erkrankungen angesehen. Hieraus entsteht die sogenannte Miasmenlehre, die besonders durch Hippokrates geprägt wurde. Bei dieser Lehre sollen Stoffe in der Luft die Auslöser für Krankheiten sein.

Die Hypothese von Krankheitssamen

Ein italienischer Arzt, Girolamo Fracastoro, stellte im 15. Jahrhundert die Hypothese auf, dass „Krankheitssamen“ die Ursache für ansteckende Krankheiten sein könnten.

Erste Beobachtungen mit selbstgebautem Mikroskop

1683 beschrieb der Holländer Antonie van Leeuwenhoek seine Beobachtung von Bakterien und Einzellern unter einem selbstgebauten Mikroskop. Jedoch konnte er keine Schlüsse aus seinen Beobachtungen ziehen. Zu der damaligen Zeit wurde noch an die Theorie der Urzeugung geglaubt. Demnach entstanden die Bakterien und Einzeller, die er durch das Mikroskop sehen konnte, spontan durch das Untersuchungsmaterial. So kam er nicht zu dem Schluss, dass seine Beobachtungen mit der Entstehung von Krankheiten zusammenhängen könnten.

Erste Zweifel zu der Theorie der Urzeugung

Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte Lazzaro Spallanzani, dass Kleinstlebewesen nicht durch Urzeugung entstehen. Jedoch wurde die Theorie der Urzeugung erst 1857 endgültig von dem Mikrobiologen Louis Pasteur widerlegt. Dieser führte Versuche zur Gärung durch und bemerkte dabei, dass die Theorie nicht stimmen kann.

Die Henle-Koch-Postulate

Durch die Arbeiten des Arztes Jakob Henle stellte Robert Koch im Jahr 1882 die sogenannten Henle-Koch-Postulate auf. Nach diesen Postulaten, müssen drei Annahmen erfüllt sein, damit ein bestimmter Keim als Verursacher einer Krankheit angesehen werden kann. Diese lauten wie folgt:

  1. Bei einer Infektionskrankheit muss bei vergleichbarem Krankheitsverlauf und Krankheitsstadium jeweils der gleiche Erreger nachweisbar sein.
  2. Mit Keimen aus reinen Erregerkulturen muss sich beim Menschen ein identisches und beim Tier ein ähnliches Krankheitsbild erzeugen lassen.
  3. Bei anderen Krankheiten und bei Gesunden darf der Erreger nicht als zufälliger, nicht krankmachender Keim vorkommen.

Die Henle-Koch-Postulate können auch heute noch die Ursachen einer Infektionskrankheit nachweisen, jedoch können sie nicht universal eingesetzt werden. Es gibt nämlich Krankheitserreger, bei denen nicht alle Postulate zutreffen. Bei Viren treffen die Postulate gar nicht zu, beziehungsweise nur in einer stark abgewandelten Form.

Bakterienstruktur blieb bis 1983 unklar

Trotz der verbesserten Auflösung beim Lichtmikroskop und der Einführung von Färbetechniken durch die Forscher Paul Ehrlich und Hans Christian Gram, war lange nicht klar, wie Bakterien von innen aufgebaut sind.

DNA als Träger des Erbguts

Colin MacLeod und Maclin McCarty entdeckten 1944, dass Desoxyrybinonukleinsäure der Träger des Erbguts ist. Der Aufbau der DNA wurde dann 1953 von den Forschern James Watson und Francis Crick im Jahr 1953 aufgedeckt.

Die Entdeckung der Viren

Bereits 1892 hat Dimitri Iwanowski eine weitere Form von Krankheitserregern entdeckt. So wussten die Menschen schon zu dieser Zeit, dass es nicht nur Bakterien gibt. Jedoch gelang es erst 1949 die Wirkung der Viren auf die menschlichen Zellen, zu untersuchen. Dies gelang dem Mikrobiologen John Enders durch die Unterdrückung des Bakterienwachstums.

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