Jeden Tag und zu jeder Zeit sind wir mit Keimen in Kontakt. Die meisten Bakterien sind für uns harmlos oder sogar nützlich, wie Hautbakterien, die unsere Haut vor Umwelteinflüssen schützen, oder Darmbakterien, die helfen, Nahrungsmittel in verwertbare Teile zu spalten. Manche Bakterien und besonders Viren möchte man jedoch um jeden Preis vermeiden, um uns nicht mit Krankheiten anzustecken. Wir zeigen, welche Orte Sie besser meiden sollten.

Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel!

Auf Platz Nummer eins der keimbelastetsten Orte in einer Großstadt sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Fast alle Kontaktflächen wie Sitze und Haltegriffe in Bussen und Bahnen sind mit Darmbakterien besiedelt. Diese können Magen-Darm-Infekte auslösen und zu Lebensmittelvergiftungen führen.

In Bussen und Bahnen stehen die Menschen auf engstem Raum beisammen. Sie husten in die Hand und fassen danach wieder an die Haltegriffe, so kann sich der nächste, der die Griffe berührt mit dem Virus anstecken. Beim Niesen kann es durch die Wucht zu einer Tröpfchenübertragung kommen.

Flughafen-Toiletten: Ein Tummelplatz für Keime

Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts in Münster haben nachgewiesen, dass Flughafen-Toiletten ein Tummelplatz für allerlei Keime sind. An den Türklinken fanden die Forscher sogar multiresistente Keime, gegen die Antibiotika nichts oder nicht viel ausrichten können.

Harnwegsinfektion vom Hanteln-stämmen?

Der sogenannte Krankenhauskeim Acinetobacter baumanii kann Harnwegsinfekte, Wundinfektionen und Sepsis auslösen. Diese Keime wurden an den Hähnen von freistehenden Wasserspendern, die in Fitnessstudios aufgestellt waren, gefunden. Studien zufolge befinden sich dort sogar mehr Keime, als an einem Toilettensitz.

Keime im Schwimmbad

Durch die Badegäste werden Verunreinigungen und Mikroorganismen wie Bakterien eingebracht, diese sind jedoch meist harmlos. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wenn Fäkalien ins Wasser geraten, dann können auch Erreger übertragbarer Krankheiten darunter sein. Das Umweltamt hat ausgerechnet, dass pro Badegast durchschnittlich 0,16 Gramm Harnstoff ins Wasser fließt.

Wie aber schützen Sie sich?

Waschen Sie sich bei Erkältungswellen möglichst häufig die Hände und nutzen Sie weniger öffentliche Verkehrsmittel. Wenn Sie die Handdesinfektion nicht übertreiben, dürfen Sie dies auch tun. Und generell gilt der alte Spruch: Nach dem Klo und vor dem Essen, das Händewaschen nicht vergessen!

 

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