Anfang 2015 hatte die Tierschutzorganisation Peta Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Münchner Rinderschlachtung wegen Verstoß von Hygienebestimmungen und Tierquälerei gestellt. Jetzt wurde das Verfahren gegen eine Geldauflage von 20 000 Euro eingestellt. Die Beschuldigten hätten nur „sehr geringfügige Verstöße zu verantworten“ gehabt, so hieß es.

Schlachtungen sollen lückenlos überwacht werden

Bei der Stadt München haben diese Vorwürfe jedoch beim Veterinäramt einige Umwälzungen in Gang gebracht. Die Rinder- und auch Schweineschlachtungen sollen in Zukunft besser kontrolliert werden. Seitens des Unternehmens sollen nun auch präventiv Videoaufnahmen zum Schutz des Tieres aufgenommen werden, die vom Tierarzt angeschaut werden dürften.

Seitens der Stadt soll nun zusätzlich eine lückenlose Kontrolle sichergestellt werden. Während der gesamten Schlachtung sind bisher je zwei Tierärzte dabei; einer im Bereich, in dem die Tiere noch leben und einer dort, wo die Tiere sterben und zerteilt werden. Hinzu kommen sechs Fachassistenten. Mit einem dritten Amtstierarzt soll nun eine engmaschigere Überwachung sichergestellt werden.

Bisher nicht genügend Personal

Die Stadt räumt ein, dass sie bisher nicht über ausreichendes Personal verfügte, um dies zu gewährleisten. Es sollen aber jetzt vier neue Stellen für Amtstierärzte geschaffen werden, die die 12 bereits eingestellten Amtstierärzte unterstützen sollen.

Es wurden nach Bekanntmachung der Vorwürfe Forderungen laut, dass die vor mehr als 15 Jahren privatisierte Münchner Rinderschlachtung, wieder in städtische Hand zurückzugeben sei. Dies lehnt die Stadt jedoch ab, nachdem die Vorwürfe weitgehend ausgeräumt seien. Es sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich, da die Stadt langfristige Verträge geschlossen hat.

 

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