Gefunden wurde der Erreger bei Flüchtlingen, die aus Afrika stammen. Die Forscher vermuten, dass sich die Personen in einem lybischen Flüchtlingslager infizierten und den Erreger dann nach Europa brachten. Das Gefährliche: das Bakterium ist gegen vier gängige Antibiotika immun.

Die Forscher arbeiten für das Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Zürich und identifizierten dort den Erreger bei insgesamt acht Flüchtlingen. Peter Keller identifizierte den Keim und sagt: „Der Erreger wies eine neuartige Kombination von Resistenzen gegen vier verschiedene Antibiotika auf, die noch nie beschrieben worden war.“  Laut ihm müssen Betroffene isoliert werden und für mehrere Monate für eine intravenöse Behandlung in ein Krankenhaus.

Betroffene Flüchtlinge wurden schnell isoliert

Die Flüchtlinge, die mit dem Erreger infiziert waren, wurden schnell isoliert, weshalb es keine weiteren Übertragungen auf Personen aus der Schweiz gab. Die Untersuchungen ergaben, dass sich der Erreger wahrscheinlich in einem lybischen Flüchtlingscamp bei Bani Waleed unter den Migranten verbreitete. Dieses Camp ist sogar für seine unhygienischen Verhältnisse bekannt.

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