Bereits 2012 ist eine Bäckerei in Bayern negativ aufgefallen. Dort fanden die zuständigen Behörden Mäusedreck, Kakerlaken, Käfer und Schimmel. Dennoch ging die Produktion weiter und wurde nicht gestoppt. Daraufhin wurde das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch geändert, wodurch die Behörden seitdem gezwungen werden, die Namen von Bäckereien, die ihre Hygienevorschriften nicht einhalten, zu veröffentlichen.

2015 gab es dann den nächsten Fall, ebenfalls in Bayern. Hier wurden Käfer, Schaben, Mäusekot und Mäuseurin gefunden. Doch auch wenn der Name der Bäckerei laut Gesetz hätte veröffentlicht werden müssen, geschah dies nicht.

In diesem Jahr führten daher die Süddeutsche Zeitung und der Bayerische Rundfunk eine gemeinsame Recherche durch. Hier kam heraus, dass der Verbraucher es weiterhin nicht erfährt, wenn die Hygienevorschriften in Bäckereien nicht eingehalten werden. Das Problem ist, dass mehrere Bäckereien gegen die Veröffentlichung klagten und oft vom Gericht Recht bekamen. Nach diesen sei es nicht eindeutig, ob die Veröffentlichung der Namen rechtmäßig sei. Diese Frage soll nun vom Bundesverfassungsgericht geklärt werden.

Der Foodwatch-Experte Johannes Heeg sagt hierzu: „Aus unserer Sicht hat der Verbraucher ein Recht auf die Ergebnisse, damit er dann selbst entscheiden kann, ob er in einem Betrieb weiter einkaufen will oder eben nicht.“

Jetzt muss der Verbraucher auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts warten, damit eindeutig geklärt ist, ob die Namen veröffentlicht werden dürfen oder nicht.

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