Insektizid ist in geschlossenen Räumen verboten

Chlorpyrifos ist schon seit der Jahrtausendwende in geschlossenen Räumen verboten, da das Insektizid eine starke gesundheitsschädliche Wirkung besitzt. Eine Untersuchung zwischen den Jahren 1998 und 2001 hatte schon gezeigt, dass sich das Mittel in der Luft fast aller überprüften Wohnungen befand. 

US-Umweltbehörde EPA will Insektizid auch aus Landwirtschaft verbannen

Die US-Umweltbehörde möchte nun das Insektizid auch aus der Landwirtschaft verbannen. Denn eine im Jahr 2012 durchgeführte Studie, bei der Blutproben aus den Nabelschnüren von Neugeborenen genommen wurde, zeigte, dass in 87 Prozent der Fälle das Blut der Kinder mit dem Insektizid kontaminiert war. Dies kann große Folgen haben. Denn das Mittel wird für Hirnschäden verantwortlich gemacht, wodurch eine verminderte Intelligenz auftreten kann. Zudem wird das Insektizid mit Lungenkrebs und Parkinson in Verbindung gebracht.

US-Regierung verhindert Chlorpyrifos-Verbot

Die Regierung unter Präsident Donald Trump stoppte die Diskussion um die Verbannung des Insektizids aus der Landwirtschaft. Vermutet wird, dass dabei die Wirtschaft eine große Rolle spielt. Denn Trump hat zudem mehrere Personalwechsel in der Umweltbehörde durchgesetzt, die vor allem einen größeren Fokus auf die chemische Industrie setzen. So könnte hier die Gewinnmaximierung der Konzerne im Vordergrund stehen und nicht die Gesundheit der Menschen.

Wie sich US-Bürger dennoch schützen können

Die US-Bürger können sich relativ einfach vor Chlorpyrifos schützen, denn dafür müssen sie Bio-Lebensmittel kaufen. Laut einer Studie führen diese zu einer drastischen Senkung der im Blut nachgewiesenen Werte des Insektizids. Das einzige Problem ist, dass Bio-Lebensmittel teurer sind als herkömmliche Lebensmittel.

 

  Subscribe  
Notify of