Nachgewiesen wurden die Viren bei Fischen, Amphibien und Reptilien, die bislang noch nicht im Fokus von Untersuchungen zu Viren standen.

186 Arten von Fischen, Reptilien und Amphibien wurden untersucht

Das Team von Yong-Zhen Zhang von dem Chinesischen Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention hat insgesamt 186 Arten von Fischen, Reptilien und Amphibien untersucht. Unter diesen waren beispielsweise Frösche, Salamander, Schlangen, Eidechsen und Schildkröten. Dabei wurde die RNA aus Darm, Lunge und Kiemengewebe untersucht. Die Forscher wiesen 214 Viren nach, die noch unbekannt waren und von denen insgesamt 196 ausschließlich auf Wirbeltiere spezialisiert seien.

Neue Viren zeigen Evolutionsgeschichte auf

Mark Zeller und Kristian Andersen vom Scripps Research Institute aus La Jolla in Kalifornien meinen, dass die Untersuchung aus China zeigt, wie die Evolution der Viren stattgefunden hat: „Die aktuelle Studie dehnt unser Wissen über die Evolution von Viren bei Wirbeltieren deutlich aus.“ Dennoch wisse man längst nicht alles darüber. „Wir kratzen noch an der Oberfläche der Evolutionsgeschichte“, so die beiden Forscher. Dies bestätigt auch Stephan Becker, Leiter der Virologie an der Universität Marburg: „Die Studie deckt sich mit unserer Erwartung, dass sehr, sehr viele Viren Lebewesen besiedeln. Es gibt massenhaft Viren, die wir noch nicht kennen.“

  Subscribe  
Notify of