Viren brauchen zur Vermehrung Wirtszelle

Viren können ihr genetisches Material nicht von selbst vervielfältigen. Dafür müssen sie in eine fremde Zelle eindringen, die zu ihrer Wirtszelle wird. Bisher wusste man jedoch nicht, wie Viren diese Wirtszellen erkennen können. Ein Forscherteam des Instituts Pasteur in Paris und des Göttinger Zentrums für Molekulare Biowissenschaften (GZMB) fanden heraus, dass Viren ihre Wirtszellen durch die Zusammensetzung der Zellmembran erkennen.

Wie Viren an den Zellen andocken

Die Oberfläche der Zellen besteht aus einer Schicht von Fettmolekülen (Lipiden). Wenn die Viren versuchen, die Lipide zu erkennen, dann nutzen sie dafür eine Art Verbindungsstück. Dieses Verbindungsstück wird Fusionsprotein genannt und erlaubt es den Viren, an der Zelle anzudocken.

Neue Therapien möglich

Durch die neue Erkenntnis, könnten zukünftig neue Therapieformen entwickelt werden. Hierzu müsste ein Medikament entwickelt werden, das die Bindestelle zu den Lipiden blockiert und die Viren so nicht andocken können.

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