Nachdem der NDR im Februar bekannt gab, dass bei Untersuchungen resistente Erreger in zwölf Badeseen, Flüssen und Bächen Niedersachsens festgestellt wurden, zeigen sich Wasserschutzbehörden in ganz Deutschland alarmiert.

Suche nach einem einheitlichen Konzept

Derzeit untersucht das rheinland-pfälzische Umweltministerium in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und anderen Bundesländern, wie Badegewässer am besten auf resistente Keime untersucht werden können. Wie eine Sprecherin angibt, wird der Fokus im Idealfall auf einem länderübergreifenden Konzept liegen. Um die Verbreitung der resistenten Erreger zu verhindern, sollen auch Ergebnisse aus aktuell laufenden Forschungsvorhaben herangezogen werden.

Wahrscheinlich sind viele Bundesländer betroffen

Die resistenten Erreger, die in verschiedenen Gewässern Niedersachsens festgestellt wurden, sind möglicherweise über die Gülle von Tierhaltern in die Umwelt gelangt. Wie die Umweltministerin Ulrike Höfken erläutert, bedeute dies, dass das Problem eventuell auch andere Bundesländer betreffe. So seien die Erreger mit der entsprechenden Fracht des Wirtschaftsdüngers höchstwahrscheinlich auch nach Rheinland-Pfalz und weitere Regionen transportiert worden.

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