P.T. Kimmitt und K.F. Redway von der University of Westminster führten eine Studie durch, in der sie untersuchten, wie hygienisch die verschiedenen Methoden zum Händetrocknen sind und wie Bakterien im Raum verteilt werden können. Sie verglichen dazu drei Methoden miteinander: die Nutzung von Papiertüchern, Heißlufttrockner, bei denen die Hände von oben durch einen Strahl heißer Luft getrocknet werden und einen Händetrockner, bei dem man die Hände in das Gerät hält und die Luft, von allen Seiten, mit starkem Druck auf die Hand geblasen wird.

Die Forscher trugen zur Versuchsdurchführung Handschuhe, auf denen sich ein Bakterium befand. Um herauszufinden, wie viele Keime in die Luft abgegeben werden, verteilten sie Petrischalen im Raum, die sichtbar machen, wenn die Bakterien dorthin gelangen.

Starke Unterschiede zwischen den Geräten

Der Händetrockner verteilte laut den Auswertungen der Forscher mit Abstand die meisten Keime im Raum. So wurde die Keimbelastung auf verschiedenen Höhen untersucht, mit dem Ergebnis, das diese auf 0,75 m für den Händetrockner am höchsten war. Die Forscher fanden dort durchschnittlich 833.6 Bakterien. Insgesamt waren es bei den Papiertüchern nur 1.6 und bei dem Heißlufttrockner 34.4 Bakterien. Bei dem Händetrockner konnten sie allerdings 2218.7 Keime finden. Die bakterielle Belastung bei Nutzung eines Händetrockner ist demnach 60-mal so hoch wie bei den anderen Methoden.

Die Forscher untersuchten auch noch die Distanz, welche die Bakterien im Raum zurücklegten. Auch hierbei zeigt sich, dass der Händetrockner am schlechtesten abschneidet. So fanden sie in drei Meter Entfernung von dem Gerät eine bakterielle Belastung von durchschnittlich 177.4 Bakterien. Zum Vergleich sind es bei Papiertüchern 0.0 und beim Heißlufttrockner 0.3 Bakterien. Auch bei der Messung von Bakterien in der Luft schnitt der Händetrockner mit Abstand am schlechtesten ab.

Wahl der optimalen Methode besonders in infektionsanfälligen Bereichen von Bedeutung

Da die Handhygiene einen großen Beitrag dazu leistet, dass sich Keime nicht weiterverbreiten, ist sie besonders wichtig. Das Händewaschen nur mit Wasser reicht nicht aus um alle Keime auf den Händen zu entfernen. Dementsprechend können Keime beim Händetrocknen weitergegeben werden. Die Forscher dieser Studie weisen darauf hin das die Wahl der richtigen Methode zum Händetrocknen besonders im Gesundheits- aber auch im Lebensmittelsektor von großer Bedeutung ist.

Einsicht in die vollständige Studie, erhalten sie hier: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jam.13014/full

  Subscribe  
Notify of