Zahnbürsten sind in allerlei Farben und Formen im Handel erhältlich. Es gibt sie mit längeren Interdentalborsten, diagonal gestellten Borsten und flexiblen Bürstenköpfen und alle versprechen die perfekte Zahnreinigung.

 

Woran man aber meist vergisst ist, dass beim regelmäßigen Putzen, Bakterien von der Mundhöhle auf die Bürste übertragen werden. Gerade in Krankenhäusern könnte der Infektionsweg über die Zahnbürste, da sich hier auch krankmachende Keime in den Borsten einnisten können.

 

Forscher haben die verschiedenen Keime auf Zahnbürsten analysiert und fanden unter anderem das Darmbakterium E. Coli, Staphylokokken oder Herpesviren. Diese waren sogar in so hohen Mengen vorhanden, dass eine Infektion ausgelöst werden kann.

 

Was kann ich gegen eine verkeimte Zahnbürste tun?

Manche Außenbedingungen sind sogar förderlich für Bakterienbildung auf der Zahnbürste. Verschließen Sie den Bürstenkopf nicht mit einer Kappe oder bewahren Sie gar in einer verschlossenen Box auf, dies lässt Bakterien sprießen. Lagern Sie Ihre Zahnbürste trocken und luftig.

 

Auch das Design der Zahnbürste kann ein Bakterienwachstum begünstigen. Weiche Griffoberflächen sind stärker kontaminiert als harte, ebenso Noppen oder Rillen am Schaft. Dicht zusammenstehende oder ausgefranste Borsten begünstigen ebenfalls den Keimbesatz.

 

Es hilft nicht, die Zahnbürsten unter fließendem Wasser abzuspülen, ein feuchtes Milieu unterstützt das Keimwachstum eher. Die Lagerung in gängigen Mundspülungen hingegen tötet die Bakterien ab und auch kurzwelliges Licht macht den Keimen den Garaus.

 

Eine verkeimte Zahnbürste sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen. Keime können durch kleinste Verletzungen durch die Blutbahn eindringen (Bakteriämie) und kann bei immungeschwächten Personen Schäden anrichten.

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