Das gefährliche Bakterium Clostridium difficile ist für schwere Durchfallerkrankungen verantwortlich, die zumeist nach der Einnahme von Antibiotika auftreten. Bei den Erkrankten kommt es zu wiederkehrenden Episoden mit Durchfall.

Die Sporen von Clostridien kann man überall in Schmutz, Staub oder auf der Erde im Boden finden und ungefähr 20 bis 40 Prozent der Patienten in Krankenhäusern sind mit ihnen besiedelt.

Kommt es zu einer oralen Aufnahme der Sporen, kann sich der Patient mit dem Erreger anstecken. Die Ansteckung erfolgt dabei fäkal-oral. Besonders häufig kommt es dazu, wenn eine vorherige Gabe von Antibiotika erfolgte, die die im Darm lebenden Bakterien abtöten. Das Bakterium setzt sich in die Freistellen der gutartigen Bakterien und vermehrt sich dort rasch.

„Unsere Aufgaben als Nationales Referenzzentrum umfassen vielfältige Leistungen“, erläutert Professorin Barbara Gärtner, Institutsleitung in Homburg, „Dazu gehören unter anderem die Beratung bei Problemfällen, Erregernachweise und –identifizierung sowie die Antibiotikaresistenztestung. Diese Aufgaben erfüllen wir in Zusammenarbeit mit Kollegen in Münster und Coesfeld.“

Seit 1995 werden verstärkt Nationale Referenzzentren (NRZ) berufen, da die Infektionsepidemiologie in Deutschland neu strukturiert werden soll. Welches Institut zum Referenzzentrum berufen werden soll, wird nach der epidemologischen Relevanz und der Frage der Spezialdiagnostik entschieden. Aber auch Fragen zur Resistenz und zu Maßnahmen des Infektionsschutzes werden zugrunde gelegt.

  Subscribe  
Notify of