Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat jüngst Hygienetipps veröffentlicht, wie mit Salaten, Kräutern, Tees, Smoothies und anderen pflanzlichen Lebensmitteln umgegangen werden sollte. Das Institut stellt fest, dass es in Deutschland zu einem höheren Verbrauch dieser Produkte gekommen ist. Oftmals werden sie als rundum gesund angesehen, sie können aber auch zum Teil mit Krankheitserregern belastet sein. Aus diesem Grund empfiehlt es sich gewisse Hygienestandards im Umgang mit diesen Lebensmitteln einzuhalten.

Die Blatt- und Grasprodukte können beim Anbau oder der Weiterverarbeitung mit Bakterien kontaminiert werden. Diese können bis in das Innere der Pflanze eindringen. Mögliche Erreger, die in Blatt- und Grasprodukten enthalten sein können, sind zum Beispiel Salmonella oder E. coli. In Deutschland besteht nur ein geringes Risiko nach dem Verzehr von Blattprodukten an einer Infektion zu erkranken. Bislang gibt es erst wenige belegte Berichte über solche Ereignisse. Trotzdem spricht das Bundesinstitut für Risikobewertung allgemeine Empfehlungen aus.

Was ist also zu tun?

Endverbraucher sollten Blattprodukte vor dem Rohverzehr gründlich waschen und zügig konsumieren. Zerkleinerte Produkte sollte man bei höchstens 7° C lagern und zudem schnell verbrauchen. Die höhere Feuchtigkeit und Verfügbarkeit von Nähstoffen innerhalb dieser, fördern das Wachstum von Bakterien. Schwangeren und Personen mit einem geschwächten Immunsystem werden deshalb davon abgeraten, vorgeschnittenen und verpackten Salat zu konsumieren. Zudem sollten diese Personengruppen davon absehen Nahrungsergänzungsmittel aus getrockneten Blättern zu benutzen. Auch diese können Bakterien enthalten. Vor dem Verzehr sollten Betroffene deshalb mit einem Arzt Rücksprache halten.
Smoothies sollten am Tag ihrer Produktion konsumiert werden und in der Zwischenzeit bei höchstens 7° C gelagert werden. Die Zugabe von Zitrusfrüchten oder Zitronensaft kann eine Vermehrung von Bakterien verlangsamen oder sogar verhindern.
Darüber hinaus sollten Kräutertees immer mit kochendem Wasser aufgegossen werden, um mögliche vorhandene Keime abzutöten.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer lebensmittelbedingten Infektion, allerdings ist sie in Deutschland sehr gering. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Verbraucher die Produkte daher gut kühlen und gründlich waschen.

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