Optimale hygienische Bedingungen sind besonders in Krankenhäusern von immenser Bedeutung. Aus diesem Grund läuft bis zum Jahr 2023 das Hygienesonderprogramm der gesetzlichen Krankenkassen. Veranschlagt ist ein Fördervolumen von insgesamt 460 Millionen Euro.

Bereits seit dem Jahr 2013 zahlen die Krankenkassen, neben den zu finanzierenden Betriebskosten, zusätzliche Gelder aus. Mit ihnen soll es den Krankenhäusern möglich sein, qualifiziertes Hygienepersonal einzustellen. Darüber hinaus zahlen die Krankenhäuser mit den Geldern die Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften und Ärzten in diesem Bereich sowie externe Beratungen.

In Krankenhäusern entstehen und verbreiten sich gefährliche Erreger, deshalb muss dort akribisch genau auf die Hygiene geachtet werden, zum Schutz von Patienten und Personal. Im Jahr 2011 wurden die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention sowie der Kommission Antiinfektiva, Resistenz und Therapie beim Robert-Koch-Institut für Krankenhäuser und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens verbindlich. Die Krankenhäuser haben nun bis Ende 2019 Zeit, um diese Vorgaben umzusetzen. Daraus resultierte das Hygienesonderprogramm, das die Krankenhäuser bei der Umsetzung der Vorgaben unterstützen soll.

Das Infektionsschutzgesetz regelt die Sicherung der Hygienequalität, an die sich das Hygienefachpersonal halten muss. Die Krankenhäuser müssen alle erforderlichen – dem Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechenden – Maßnahmen treffen, um das Auftreten und die Weiterverbreitung von Krankenhausinfektionen und resistenten Krankheitserregern zu vermeiden.

Resonanz bislang ist positiv

Bis jetzt haben 1.275 von 1.522 berechtigten Krankenhäusern Fördermittel in Anspruch genommen. Ein aktueller Bericht des GKV-Spitzenverbandes zeigt, dass die Krankenkassen bislang bereits 225 Millionen Euro ausgezahlt haben. Zwei Drittel des Budgets der Fördermittel wurde von den Krankenhäusern dazu verwendet, neue Hygienepersonalstellen zu schaffen. 33 Millionen Euro wurden genutzt, um Weiterbildungsmaßnahmen für Ärzte und Pflegekräfte zu finanzieren. Darüber hinaus wurden 14 Millionen Euro für die Beratung durch externe Krankenhaushygieniker und Fachärzte mit einer Spezialisierung im Bereich Infektiologie verwendet. Weitere 24 Millionen Euro konnten bislang noch keiner Maßnahme zugeordnet werden. Bis dato konnten bereits 41 % der bisher getätigten Zahlungen bestätigt werden. Etwa die Hälfte der vereinbarten Stellen für Hygienefachpersonal konnte bereits besetzt werden.

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