In den westlichen Industriestaaten sind die Bürger es meist gewohnt, dass sie geprüftes Trinkwasser jederzeit aus ihren Wasserhähnen nehmen können. So haben laut der Weltgesundheitsorganisation, weltweit 7 von 10 Menschen einen solchen Zugang zu hygienisch einwandfreiem Wasser. Dennoch haben weltweit 844 Millionen Menschen immer noch keinen Zugang zu einer rudimentären Wasserversorgung.

Die Vereinten Nationen entwickelten eine Agenda 2030 für eine nachhaltigere Entwicklung, die sogenannten Sustainable Development Goals. Einer der 17 Punkte ist die Gewährleistung eines Zugangs zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen für alle Menschen weltweit. Dazu gehört zudem das Schaffen eines hygienischen Minimums durch den Zugang zu Handwaschstationen.

Wie sieht die Lage aktuell aus?

Die Weltgesundheitsorganisation und UNICEF überwachen die Fortschritte, die die einzelnen Staaten in den letzten Jahren bereits machten. Im Jahr 2015 hatten 89% der Weltbevölkerung einen zumindest elementaren Zugang zu Trinkwasser, den sie innerhalb von 30 Minuten erreichen konnten. Zudem haben nur 68% der Weltbevölkerung Zugang zu mindestens einfachen Sanitäranlagen, die sie mit keinem anderen Haushalt teilen müssen. Daten zum Händewaschen sind zurzeit noch nicht in einem genügend hohen Umfang verfügbar, um einen weltweiten Trend zu errechnen.

Das Ziel alle Haushalte mit Handwaschstationen auszustatten, ist besonders wichtig, da dadurch Keime entfernt und Infektionen verhindert werden können. Besonders in Afrika ist jenes selten gegeben. In 34 von 38 afrikanischen Staaten, von denen Daten vorliegen, haben weniger als die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu einer Handwaschstation. Darüber hinaus ist dieses in ländlichen Umgebungen noch seltener gegeben als in urbanen. Die Handwaschstationen sollten im optimalen Fall aus Seife und Leitungswasser bestehen. Aber auch andere Vorrichtungen, die den Fluss von Wasser regeln, sind annehmbar.

Wie hoch sind die Erfolgschancen?

Es ist noch nicht absehbar ob alle Länder es bis zum Jahr 2030 schaffen werden die Sustainable Development Goals umzusetzen. Nach dem derzeitigen Grad der Entwicklung, verändern sich zum Beispiel 68 Staaten zu langsam und werden wohl keine universale Wasserversorgung bis 2030 gewährleisten können. Derzeit sind nur 15 Länder auf Kurs jenes zu schaffen. Zudem wird eine rudimentäre sanitäre Versorgung wohl nur von 1 in 10 Ländern erreicht. Bislang liegt deren Versorgung noch unter 95%.

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