Kaffeemaschinen können eine Quelle für Mikroorganismen sein, die auch in den Kaffee gelangen können. Das ist eines der Ergebnisse zu dem Jan Schages in seiner Masterabschlussarbeit unter der Betreuung durch Prof. Dr. Dirk Bockmühl, an der Fakultät Life Sciences der Hochschule Rhein-Waal gelang.

Er untersuchte Kaffeevollautomaten auf deren hygienischen Risiken für die Konsumenten. Darüber hinaus untersuchte er ob Einwegkaffeebecher bedenkenlos durch Mehrwegbecher ersetzt werden können, oder ob diese zu einer höheren Keimbelastung führen. Mehrwegbecher hätten den Vorteil, dass sie weniger Müll produzieren und damit der Umwelt zugutekommen.

In einem Interview mit der Rheinischen Post, erzählte Schages von seinen Studienergebnissen. Demnach konnte er vor allem in Schläuchen und im Wassertank Bakterien finden, die dort einen Biofilm bilden. Diese Biofilme bieten weiteren Bakterien einen Nährboden um sich dort weiter zu verbreiten. Typischerweise sind solche Biofilme an allen Orten auffindbar, die feucht und warm sind, wie in einem Abfluss zum Beispiel.

Einfache Maßnahmen zur Vorbeugung

Wichtig sei es laut Schages Kaffeemaschinen regelmäßig zu reinigen. Bislang gibt es zwar keine Belege dafür, dass der verunreinigte Kaffee zu gesundheitlichen Schäden führen kann, dennoch sind Reinigungsmaßnahmen ratsam. Demnach empfiehlt es sich den Wasserbehälter konstant zu reinigen und das Wasser täglich zu wechselt. Darüber hinaus helfen besonders hohe Temperaturen dabei, Keime im Wasser zu töten. So liegt die Temperatur von Kaffeemaschinen standardmäßig bei 60 bis 63 Grad Celsius, wenn man sie auf nur 68 Grad Celsius erhöht, kann aber bereits ein großer Teil der Keime abgetötet werden.

Seine Ergebnisse zu Mehrwegbechern sind auch erfreulich für die Umwelt. Diese werden oftmals von Bäckereien oder Cafés, wegen hygienischen Bedenken nicht akzeptiert. Schages konnte aber feststellen, dass die Keimbelastung durch Mehrwegbecher im Vergleich zu den Risiken durch eine schlecht gereinigte Kaffeemaschine zu vernachlässigen sind. Über dieses Ergebnis freute sich auch Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW, der die Arbeit begleitete. Die Befunde würden zeigen, dass die Verwendung von Mehrwegbechern aufgrund ihres ökologischen Mehrwerts weiter zu fördern ist.

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