Das Kind war im Urlaub in Sri Lanka, als es von einem tollwütigen Hund am Strand gebissen wurde. Seit einer Woche ist es nun im Krankenhaus in Behandlung, doch ist die Krankheit einmal ausgebrochen, endet sie in nahezu allen Fällen tödlich.

Tollwuterkrankungen kommen hier selten vor

Sowohl in Frankreich, als auch in Deutschland sind Tollwuterkrankungen sehr selten. Seit 1970 wurden in Frankreich nur 23 Fälle von Tollwuterkrankungen festgestellt, wobei die Betroffenen sich immer im Ausland infiziert hatten. Weltweit ist die Krankheit laut der Weltgesundheitsorganisation WHO für 59.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Davon erkranken die meisten Personen in Asien oder Afrika.

Wie die Viren übertragen werden

Übertragen werden die Viren der Tollwut-Krankheit durch Beißen oder Kratzen erkrankter Säugetiere. Um Tollwut vorzubeugen, gibt es bestimmte Impfstoffe, welche die Krankheit bereits im Vorfeld stoppen. Zusätzlich gibt es jedoch auch Impfstoffe, die noch kurz nach dem Biss oder Kratzer helfen können, die Krankheit zu bekämpfen.

Fälle von Tollwut in Deutschland

Der letzte Tollwutfall wurde in Deutschland im Jahr 2007 bei einem Mann festgestellt, der sich in seinem Urlaub in Marokko durch einen Hundebiss angesteckt hatte. Der letzte Tollwutfall bei einem Tier wurde in Deutschland im Jahr 2006 bei einem Fuchs in der Nähe von Mainz registriert. Die Überwachung von Haus- und Wildtieren auf Tollwut ist nur als Sicherheitsmaßnahme anzusehen, denn offiziell gilt Deutschland als tollwutfrei. Das Robert-Koch-Institut schreibt hierzu, dass eine systematische Bekämpfungsmaßnahme zu diesem Erfolg beigetragen habe.

Keine Ansteckung zwischen Menschen

Die regionale französische Behörde in Lyon betonte, dass es weltweit noch nie eine Ansteckung zwischen Personen gab. Nur in sehr seltenen Fällen wurden Menschen durch andere Menschen mit Tollwut angesteckt, weil sie Organe eines Tollwutpatienten implantiert bekamen. Dennoch seien alle Personen überprüft worden, die einen direkten Kontakt zu dem Speichel oder zu den Tränen des erkrankten Kindes hatten. Es wird nun geprüft, ob einige Personen aus Sicherheitsgründen geimpft werden müssen.

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