Auch Deutschland ist von dieser Steigerung betroffen.

35 Personen sind an der Erkrankung gestorben

Insgesamt gab es im Jahr 2017 mehr als 21.000 Menschen, die an Masern erkrankt sind. 35 Personen sind sogar verstorben. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin, sagt dazu: „Das ist eine Tragödie, die wir einfach nicht akzeptieren können.“ Als Ursache vermerkt die WHO, dass sich immer weniger Menschen impfen lassen. Zudem sei teilweise kein Impfstoff verfügbar gewesen, sodass sich viele gar nicht impfen lassen konnten.

Die meisten Tote in Rumänien

In Rumänien erkrankten im vergangenen Jahr ungefähr 5.000 Personen an Masern, von denen 19 starben. In Italien erkrankten ebenfalls um die 5.000 Personen und in der Ukraine ungefähr 4.800 Personen. Deutschland liegt auf dem fünften Platz der meisten Ausbrüche mit insgesamt 927 Erkrankten. Das sind dreimal so viele Erkrankungen wie im Vorjahr 2016. Erkrankte gab es in allen Bundesländern, jedoch gab es die meisten Fälle in Nordrhein-Westfalen.

Alle Altersgruppen waren betroffen

Die europäische Seuchenschutzbehörde ECDC gibt an, dass die Masern in allen Altersgruppen auftauchten. Insgesamt waren 45 Prozent der erkrankten Personen über 15 Jahre alt. Am stärksten betroffen waren jedoch Babys, die noch zu jung für die Impfung waren. Das Problem: gerade bei Babys ist das Risiko sehr hoch, dass die Erkrankung besonders schwer oder tödlich verläuft.

Masern bei Kindern

Ist die Erkrankung akut, so kann sie zu Mittelohrentzündungen führen, die zwar schmerzhaft, aber gut behandelbar sind. Die größere Sorge macht eine Spätkomplikation, die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) genannt wird. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des gesamten Gehirns, die in fast allen Fällen tödlich endet.

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