Die Mitarbeiter des Stadtdienstes Gesundheit haben nun ein Merkblatt veröffentlicht, dass zum Beispiel die Ursachen für die Erkrankung genauer erklärt. Außerdem hat die Stadt Solingen eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der erklärt wird, welche Probleme mit der Krankheit auftreten können.

Krätze entsteht nicht durch mangelnde Hygiene

Dr. Annette Heibges, stellvertretende Leiterin des Stadtdienstes erklärt: „Eine gute Körperpflege kann eine Krätzeerkrankung nicht verhindern, deshalb ist Krätze auch keineswegs ein Zeichen für Unsauberkeit.“

Bei Verdacht sofort einen Arzt aufsuchen

Sollten Sie den Verdacht haben, an Krätze erkrankt zu sein, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen. Zudem muss die erkrankte Person selbst, die Schule und alle Kontaktpersonen über die Erkrankung in Kenntnis setzen. Denn nur so kann eine Ansteckung verhindert werden.

Höheres Risiko einer Erkrankung bei jungen Menschen

Der Anstieg der Erkrankten in den letzten Jahren, ist vor allem auf das Verhalten der jungen Erwachsenen zurückzuführen. Das Bett wurde früher zum Beispiel nur als Schlafplatz genutzt, heute wird das Bett aber auch oft als Sitzplatz für Freunde genutzt. Das Problem dabei ist, dass diese Personen dann in ihrer Straßenkleidung auf dem Bett sitzen.

Anzeichen von Krätze und wie sie übertragen wird

Krätze beginnt oft mit einem starken Juckreiz der Haut und dies vor allem nachts bei Bettwärme. Außerdem entstehen auf der Haut Bläschen und Pusteln. Dabei sind die Körperstellen Zwischenfingerräume, Handgelenke, Ellenbogen, Knöchel, Leisten und Brust- und Genitalregion besonders betroffen.
Übertragen wird die Krätze durch einen engen und großflächigen Hautkontakt. Einfaches Händeschütteln reicht also nicht aus.

Maßnahmen bei einer Krätze-Erkrankung

Wenn Sie an Krätze erkrankt sind, sollten Sie alle 24 Stunden Ihre Unterwäsche wechseln. Ihre Handtücher, Bettwäsche und Kleidung sollten Sie bei mindestens 60 Grad und mit einem Vollwaschmittel waschen. Sind bestimmte Textilien nicht waschbar, dann sollten sie chemisch gereinigt werden oder vier Tage lang in Plastiksäcken aufbewahrt werden.

Erkrankte dürfen bestimmte Einrichtungen nicht aufsuchen

Laut dem Infektionsschutzgesetz dürfen Personen, die an Krätze erkrankt sind, Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Tagesstätten, Heime und Ferienlager nicht aufsuchen.  Dies gilt solange, bis der Arzt eine Ansteckung ausschließen kann. Dafür werden ein Attest und eine Bestätigung einer durchgeführten Behandlung benötigt.

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