„Fleur de Sel“ entsteht als sehr dünne Salzschicht an der Wasseroberfläche von Meeren und wird meistens in Handarbeit abgeschöpft. Daher gilt es als hochwertiges Salz.

In allen Untersuchungsproben wurde Mikroplastik gefunden

Eine Untersuchung mit den fünf meistverkauften Sorten aus Supermärkten und Feinkostläden hat gezeigt, dass der Gehalt an Mikroplastik in allen Proben zwischen 130 und 1800 Mikrogramm pro Kilogramm betrug. In einer Probe konnte die Kunststofffaser sogar mit dem bloßen Auge gesehen werden. Barbara Scholz-Böttcher vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg sagt dazu: „Plastik im Salz ist eine Konsequenz aus der jahrzehntelangen, leichtfertigen Entsorgung von Kunststoff. Insgesamt hält diese Entwicklung der Gesellschaft den Spiegel vor. Der Plastikmüll landet in einem sehr hochwertigen Produkt jetzt wieder auf dem Essteller.“

Es gibt kein Gesetz über einen Grenzwert

Es gibt keinen gesetzlichen Grenzwert für den Gehalt an Mikroplastik. Daher kann das Salz auch weiterhin verkauft werden. Die Experten sagen zudem, dass der Gehalt in den untersuchten Proben für den Menschen unbedenklich ist. Jedoch sagen sie auch, dass es langfristig gesehen Folgen haben kann. Denn es könnte sein, dass zusammen mit dem Mikroplastik Schadstoffe in den menschlichen Körper gelangen.

Weniger Mikroplastik im herkömmlichen Salz

Bei der Untersuchung gab es zudem noch einen Vergleich mit klassischem Meersalz. Dabei kam heraus, dass sich im normalen Meersalz weniger Plastik befand, als in dem teuren „Fleur de Sel“.

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