Laut dem Landratsamt Göppingen kam es im Januar in der Klinik am Eichert in Göppingen zu einem erhöhten Auftreten von multiresistenten Keimen. Festgestellt werden konnten diese im Rahmen einer Untersuchung bei rund 1.900 Patienten. 47 von ihnen hatten sich sogar infiziert.

Viele Patienten tragen den Keim in sich

Bei dem Keim handelt es sich um sogenannte Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE), die nicht selten in Krankenhäusern vorkommen. Woher diese allerdings im Falle des Göppinger Krankenhauses genau stammen, ist nicht klar. Problematisch ist außerdem, dass sehr viele Patienten den Keim in sich tragen und es dementsprechend schwer ist, gegen ihn vorzugehen.

Verstärkte Hygienemaßnahmen

Dem Gesundheitsamt des Landkreises Göppingen zufolge, wird bereits seit drei Jahren immer wieder ein erhöhtes Aufkommen des Erregers auf einzelnen Stationen des Krankenhauses festgestellt. Als Konsequenz hatte dieses bereits Mitte 2017 weitere Reinigungskräfte eingestellt. Auch im aktuellen Jahr wurden die Hygienemaßnahmen noch einmal zusätzlich verstärkt. Mittlerweile wurden weiterhin alle betroffenen Patienten isoliert und das Krankenhaus bespricht sich mit externen Fachärzten.

Ordnungsamt will Zwangsgeld fordern

Das Ordnungsamt wirft dem Krankenhaus vor, sein Klinikpersonal sei im Umgang mit dem resistenten Keim nicht ausreichend geschult. Da das Problem schon seit Längerem besteht, hat ersteres nun damit gedroht, ein Zwangsgeld einzufordern: werden sich die hygienischen Bedingungen im Göppinger Krankenhaus nicht deutlich verbessern, soll dieses 50.000 Euro bezahlen.

Ein Todesfall bestätigt

Das Göppinger Krankenhaus bestätigt, dass im Januar bereits ein Patient an einer VRE-Sepsis verstorben ist. Allerdings habe dieser auch eine lange sowie schwere Erkrankung hinter sich und sei in verschiedenen Kliniken behandelt worden. Die Ergebnisse eines ähnlichen Falls aus dem vergangenen Jahr liegen bis jetzt noch nicht vor.

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