Mutter wurde trotz Schmerzen nach Hause geschickt

Als die Mutter im Krankenhaus über starke Schmerzen klagte, wurde sie trotzdem nach Hause geschickt. Ein Arzt diagnostizierte ihr eine einfache Verstopfung. Später wurde dann bei einer Untersuchung festgestellt, dass die Mutter unter einer nekrotisierenden Fasziitis leidete.

Große Folgen durch Fehldiagnose

Bei der nekrotisierenden Fasziitis handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit in der Unterhaut und den Faszien. Durch diese sterben Haut, Muskeln und später auch Organe ab. Bei der Geburt waren bei der Mutter durch eine Verletzung der Vagina Bakterien eingedrungen, die die Infektion auslösten. Die Infektion führte dann wiederum zu einer Blutvergiftung. Zwar konnte das Leben der Mutter gerettet werden, doch um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, mussten beide Unterarme und-schenkel amputiert werden. Dennoch hat die Mutter ihre Lebensfreude nicht verloren. Gegenüber den „CTV News“ erzählte ihr Verlobter: „Sie ist unglaublich positiv eingestellt. Sie wusste, sie würde Arme und Beine verlieren, aber das hat ihr nicht ihre Fröhlichkeit genommen.“ Trotzdem klagt die Familie nun gegen das Krankenhaus, da die Ärzte die Infektion schon früher hätten erkennen könne und sie damit vielleicht noch hätten stoppen können.

Immer mehr Menschen infizieren sich im Krankenhaus

Immer wieder sterben Menschen durch Fehldiagnosen oder durch Krankenhauskeime. In Deutschland infizieren sich ungefähr 3,5 Prozent der Patienten auf Allgemeinstationen mit einem Krankenhauskeim. Auf Intensivstationen sind es 15 Prozent. Pro Jahr sterben 1000 bis 4000 Patienten an multiresistenten Keimen.

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