Kupferspirale soll Risiko für Gebärmutterhalskrebs senken können

Gebärmutterhalskrebs wird von humanen Papillomaviren (HPV) ausgelöst, die meist bei dem Geschlechtsverkehr übertragen werden. Das Immunsystem bekämpft die Viren in der Regel erfolgreich. Wenn sie jedoch überleben, nisten sie sich in die Gebärmutterhalsschleimhaut ein und verursachen Zellveränderungen, die dann zu Gebärmutterhalskrebs führen können.

Die Studie zur Kupferspirale

An der kalifornischen Universität Keck School of Medicine of the University wurden die Daten von 12.000 Frauen gesammelt. Dabei fanden die Forscher heraus, dass das Auftreten von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen, die die Kupferspirale als Verhütungsmittel verwendeten, um 30 Prozent niedriger war, als bei den anderen Frauen. Die Forscher vermuten daher, dass die Kupferspirale eine Reaktion des Immunsystems hervorruft. Diese Reaktion könnte dann die Papillom-Viren bekämpfen. Eine andere Theorie ist, dass die HPV-befallenen Zellen durch das Herausziehen der Spirale mitentfernt werden.

Die Risikofaktoren von Gebärmutterhalskrebs

Es gibt einige Risikofaktoren, die die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs begünstigen können. Dazu gehören: der häufige Wechsel von Sexualpartnern, eine frühe sexuelle Aktivität, sexuell übertragbare Krankheiten, das Rauchen und eine Vielzahl von Schwangerschaften.

Die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

Das Stadium der Erkrankung entscheidet über die Behandlung. Denn leichte Veränderungen können sich von selbst zurückbilden und verändertes Gewebe kann durch eine Konisation, eine ambulante Operation, entfernt werden. Ist die Erkrankung schon weiter fortgeschritten, dann muss operiert werden. Oft wird dabei die gesamte Gebärmutter entfernt. Dazu oder stattdessen kann eine Strahlen- oder Chemotherapie angewendet werden.

Vorsorge ist sehr wichtig

Bei der jährlichen Krebsvorsorge beim Gynäkologen kann Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkannt werden. Hierbei wird ein Abstrich der oberflächlichen Zellen vom Gebärmutterhals (Zervix) gemacht. Dieser Abstrich wird PAP-Test genannt und durch ihn können Zellveränderungen festgestellt werden.
Jungen Mädchen wird zudem empfohlen zwischen ihrem neunten und vierzehnten Lebensjahr, die HPV-Impfung zu machen. Dabei ist es entscheidend, dass die Mädchen vor dem ersten sexuellen Kontakt geimpft werden.

  Subscribe  
Notify of