Das Forscherteam des University College London (UCL) unter der Leitung von Sarah Tabrizi veröffentlichte jetzt ihre ersten Ergebnisse. Demnach sei es ihnen gelungen, die Ursache der Krankheit zu bekämpfen.

Phase-I-Studie

Die Untersuchung des Medikaments befindet sich noch in der ersten Stufe. In dieser wird hauptsächlich die Sicherheit der Therapie abgeklärt. Dennoch sind die Forscher von dem Medikament überzeugt. Tabrizi sagt: „Zum ersten Mal hat ein Medikament den Anteil der giftigen krankheitsursächlichen Proteine im Nervensystem gesenkt.“ Daher sollen nun weitere Studien folgen. 

10.000 Betroffene in Deutschland

In Deutschland sind rund 10.000 Personen von der Krankheit betroffen. Die Huntington-Krankheit wird vererbt und geht auf eine Genmutation zurück. Dabei produziert der Körper ein Eiweiß, welches Schäden im Gehirn verursacht. Typische Symptome sind zum Beispiel unwillkürliche Bewegungen, Grimassieren und geistige Einschränkungen. Meist bricht die Krankheit erst zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr aus.
Im Moment können nur die Symptome der Krankheit behandelt werden. Mit dem neuen Medikament soll hingegen schon die Produktion des Eiweißes gestoppt werden.

Weitere Untersuchungen müssen folgen

Jörg Epplen von der Universität Bochum, der nicht an der Studie beteiligt war, hält die Ergebnisse bis jetzt für vielversprechend. So sagt er: „Wenn man in der Lage ist, die Produktion des krankmachenden Proteins zu hemmen, dann gibt das berechtigte Hoffnung.“ Weitere Untersuchungen müssen jedoch noch folgen.

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