Unterschiedliche Arten von Parasiten

Es werden zwei verschiedene Arten von Parasiten unterschieden. Einmal gibt es die Ektoparasiten, auch Außenparasiten genannt, die auf der Körperoberfläche leben. Zu ihnen zählen zum Beispiel Milben, Zecken, Läuse, Flöhe, Wanzen und Mücken. Daneben gibt es noch die Endoparasiten, welche sich im Inneren des Körpers ansiedeln. Häufige Stellen sind hier der Darm, verschiedene Organe und Muskeln.

Zecken

Zecken gehören zu dem meist bekanntesten Parasiten. Es gibt sie auf der ganzen Welt und sie können Krankheiten übertragen. Dazu gehören zum Beispiel Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis, Babesiose und Ehrlichiose. Wenn Sie einen Zeckenstich bei Ihnen bemerken, sollten Sie daher immer einen Arzt aufsuchen.

Fuchsbandwurm

Bei dem Fuchsbandwurm handelt es sich um einen zwei bis vier Millimeter langen Wurm, der vor allem in verschiedenen Fuchsarten lebt. Aber er kommt auch in Menschen vor und gelangt dort in die Leber, die Lunge oder das Gehirn. Dies kann eine alveoläre Echinokokkose hervorrufen, wobei sich Zysten in den betroffenen Organen bilden, welche häufig zum Tod führen. Das Gefährliche an dem Fuchsbandwurm ist, dass die ersten Symptome erst 15 Jahre später auftreten können. Menschen bekommen diesen Wurm meist durch den Verzehr von Walderdbeeren in Bodennähe, die mit Fuchskot verunreinigt sind. Aber auch Katzen und Hunde können die Larven des Fuchsbandwurms mit dem Kot ausscheiden.

Toxoplasmen

Bei dem Toxoplasmen handelt es sich um einen Einzeller, der durch den Kontakt mit Katzenkot übertragen wird. Die meisten Betroffenen erkranken nicht durch den Einzeller. Jedoch kann er bei Schwangeren gefährlich werden. Denn der Parasit kann bei ihnen zu Fehlgeburten führen, wenn die Schwangere noch in der frühen Phase der Schwangerschaft ist. Der Parasit kann aber auch den Säugling an sich schädigen, zum Beispiel das Hirn, die Augen und andere Organe. Zusätzlich könnte das Kind einen Hydrocephalus, besser bekannt als Wasserkopf, entwickeln.

Loa loa

Dieser Parasit kommt ausschließlich in Westafrika vor und wird durch den Biss von Bremsen übertragen. Diese Würmer wandern unter der Haut des Menschen entlang und sind sichtbar. Unter der Haut führen sie zu Entzündungen. Gelangt der Parasit ins Auge, kann er dort sehr starke Schmerzen verursachen. Aus diesem Grund wird er auch Augenwurm genannt.

Bandwurm

Ein Bandwurm gelangt durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitzendem Fleisch in den Menschen. Der Rinder-, Schweine- und Fischbandwurm kann Infektionskrankheiten hervorrufen. In dem meisten Fällen siedelt sich der Wurm im Darm an und kann dort bis zu 15 Meter lang werden. Hierdurch können Verdauungsprobleme und Übelkeit entstehen. Jedoch kann der Bandwurm auch unbemerkt im Körper verweilen, ohne dass die betroffene Person dies mitbekommt. Einige Arten des Bandwurms können jedoch auch in das Gehirn oder in die Leber gelangen und dort lebensbedrohliche Krankheiten auslösen.

Hakenwurm

Forscher gehen davon aus, dass insgesamt eine Milliarde Menschen auf der ganzen Welt mit dem Hakenwurm infiziert sind. Davon sterben jährlich etwa 60.000 an den Folgen der Infektion. Die meisten Sterbefälle gibt es in den Tropen und Subtropen. Der Parasit kann gut mit Medikamenten behandelt werden. Wird er jedoch nicht behandelt, kann er zu blutigen Durchfällen, zu Ödemen und zu Schwellungen an den befallenden Körperstellen führen.

Trichinen

Auch dieser Wurm wird, ähnlich wie der Bandwurm, über ungenügend gekochtes Fleisch aufgenommen und kann je nach Befallstadium unterschiedliche Symptome auslösen. Dazu gehören Mattigkeit, Schlaflosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Atembeschwerden, Herzrasen und Schwellungen im Gesicht. Ist der Befall schon sehr weit fortgeschritten, kann der Parasit lebensbedrohlich werden.

Leberegel

Wie es der Name schon verrät, nistet sich dieser Parasit in der Leber des Menschen ein. Übertragen wird er durch den Verzehr von Wasserkresse oder roher Schafs- und Ziegenleber. Meist löst der Leberegel eine Leberegelkrankheit (Fasciolose) hervor, die Bauchschmerzen, eine vergrößerte Leber und Fieber verursacht. Bei einem chronischen Befall, kann sich sogar eine Leukämie entwickeln.

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