Listerien können zum Tod führen

Listerien sind stäbchenförmige Bakterien, die sehr gefährlich sein können. „Wenn es zu einem Ausbruch kommt, hat die Erkrankung die höchste Sterberate unter allen lebensmittelbedingten Infektionen.“, sagt Kathrin Rychli vom Institut für Milchhygiene an der Universität Wien. Rychli führte zusammen mit anderen Wissenschaftlern eine Studie zu dem gefährlichen Erreger durch. Dabei stellten sie fest, dass 30% der Infektionen durch Listerien zum Tod führen. Denn die Bakterien fallen die Zellen des Immunsystems und die Zellen von Leber und Darm an. Das kann zu einfachen Magen-Darm-Beschwerden führen, aber auch zu Gehirn- und Hirnhautentzündungen. Wie stark die betroffenen Personen erkranken, liegt an der generellen Gesundheitssituation.

Zum Schutz abkochen

Um sich vor Listerien zu schützen, sollte Sie die Lebensmittel abkochen, denn nur dann sterben die Bakterien ab. Zu den Lebensmitteln, die mit Listerien infiziert sein könnten gehören: Rohmilch, rohes Fleisch, roher Fisch, eingeschweißter Kochschinken, Räucherfisch und die essbare Rinde von Rohmilchkäse. Bei diesen Lebensmitteln sollten Sie vorsichtig sein. Dies gilt insbesondere für immungeschwächte Personen, Schwangere, Senioren und Kleinkinder.

Schwere Lebensmittelinfektionen durch Salmonellen

Vor allem im Sommer steigt die Gefahr an einer Lebensmittelinfektion zu erkranken. Ungefähr 90% der Infektionen durch Lebensmitteln können laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung auf Legionellen zurückgeführt werden. Lebensmittel, die besonders gefährdet sind, sind zum Beispiel rohe Eier, Hackfleisch, Geflügel und Salate. Aber auch Speisen, in denen rohe Eier verarbeitet wurden sind gefährdet. Dazu gehören Tiramisu, Speiseeis und andere Süßspeisen.

Schutz vor Salmonellen

Fleisch sollten Sie immer bei über 70 Grad garen und dies für mindestens 20 Minuten. Denn das tötet die Erreger ab.
Als vorbeugende Maßnahme, sollten Sie in Ihrer Küche immer penibel auf Sauberkeit achten. Reinigen Sie Ihre Messer, Schüsseln und Schneidebretter mit heißem Wasser und trennen Sie die Lebensmittel, die anfällig für Salmonellen sind, von denen, die dies nicht sind.

Camplyobacter – die Bakterien im Fleisch

Neben den Salmonellen, häufen sich die Infektionen durch Camplyobacter. Diese befinden sich vor allem in nicht ausreichend gegartem Geflügelfleisch, rohem Schweine- oder Rindfleisch oder in Rohmilch. Jedoch können die Erreger auch bei dem Kontakt mit Tieren oder bei dem Verschlucken von Wasser aus Teichen und Seen übertragen werden.
Bei einer Infektion leiden die Betroffenen unter Durchfall oder Fieber. Diese Beschwerden treten aber meist erst drei bis vier Tage nach der Bakterienaufnahme auf. Dadurch ist den Personen meist nicht bewusst, wovon die Erkrankung kommt. Ein Antibiotikum ist zur Bekämpfung der Krankheit nicht notwendig. Hier reicht es meist aus, den Verlust an Flüssigkeiten und Mineralstoffen zu ersetzen. Jedoch sind die Bakterien ansteckend und werden zwei bis vier Wochen lang von den betroffenen Personen ausgeschieden. Daher ist es ratsam, während der Zeit zu Hause zu bleiben und auf eine ausreichende Hygiene zu achten.

Schutz vor Camplyobacter-Infektionen

Um sich vor Camplyobacter-Bakterien zu schützen, sollten Sie Fleisch immer durchbraten und nicht roh verzehren. Zusätzlich sollten Sie vermeiden, Wasser aus Seen und Teichen zu verschlucken.

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