Der Kommune Oberndorf wurde als erste in ihrem Landkreis der European Energy Award verliehen, dies fordert aber im wahrsten Sinne des Wortes einen hohen Preis. Die Zertifizierung bedeutet einen erhöhten Aufwand, der Energie und somit auch bares Geld kostet. Die Änderung der Trinkwasserverordnung, die vor Legionellen schützen soll, sieht vor, dass Maßnahmen getroffen werden, die die Stadt zu erhöhtem Energieaufwand und Wasserverbrauch zwingt.

Präventionsmaßnahmen schlagen auf Energiebilanz

Wasser in sanitären Anlagen von öffentlichen Gebäuden, wie Schulen und Turnhallen, soll das Wasser, das aus Duschköpfen und Wasserhähnen kommt, zuvor aufgeheizt werden. So soll verhindert werden, dass sich Legionellen und andere Bakterien in den Rohren breitmachen. Zudem sollen in längeren Zeiten des Stillstandes, wie beispielsweise in Ferienzeiten, die sanitären Anlagen von Hand durchgespült werden. All dies ist nicht gerade gut für die Energiebilanz und schlägt somit auch auf den kommunalen Geldbeutel.

Gegenmaßnahmen zur Energieeinsparung

Es werden jedoch auch Maßnahmen zum Einsparen von Energie und Kosten getroffen. So werden beispielsweise regelmäßig Hausmeisterschulungen abgehalten, bei denen das Personal für die Thematik sensibilisiert werden soll. Auch die Straßenbeleuchtung wurde teilweise auf LED umgestellt, was jedoch nicht den Wünschen der Bewohner nach mehr Licht entgegenkommt.

Im Jahr 2016 hat die Stadt Oberndorf 60 000 Euro mehr an Energiefaktoren ausgegeben als im Jahr davor, aber trotzdem 60 000 Euro weniger als im Jahr 2012.

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