Zehn Studierende der Psychologie an der privaten SRH Hochschule Heidelberg führten ein Experimentalpraktikum durch. Dabei beobachteten sie, wie genau Deutsche das Händewaschen in öffentlichen Toiletten nehmen.

Nicht jeder wäscht sich die Hände

Frank Musolesi, der Betreuer des Experimentes, erklärt, dass die Studierenden sich für ihre Studie möglichst unauffällig in den Waschräumen von Fastfood-Restaurants, Bahnhöfen und der Mensa aufhielten. Dabei zeigte sich, dass etwa drei Prozent der beobachteten Frauen und elf Prozent der beobachteten Männer nach dem Toilettengang gänzlich auf die Reinigung ihrer Hände verzichteten. Immerhin 82 Prozent der Frauen sowie 51 Prozent der Männer nutzten Wasser und Seife.

Die Hände sollten für 20 Sekunden gereinigt werden

Wie das Experimentalpraktikum der Studierenden ergab, waschen sich viele Menschen ihre Hände zudem nicht mit der Gründlichkeit, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vorgegeben wird. Nur etwa acht Prozent der Beobachteten nahmen sich mindestens 20 Sekunden Zeit, um nicht nur ihre Handflächen, sondern auch die Zwischenräume der Finger mit Wasser und Seife zu reinigen.

Richtiges Händewaschen sollte nicht unterschätzt werden

Es existiert kaum eine Methode, durch die man sich ähnlich effektiv vor Krankheitserregern schützen kann, wie durch die Reinigung der eigenen Hände mit Wasser und Seife. Auch BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss gibt an, dass man sich und seine Mitmenschen optimal vor ansteckenden Infektionen des Magen-Darm-Traktes, der Luftwege und der Haut schützen kann, wenn man sich ausreichend die Hände wäscht.

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