Zugegeben, nach der Arbeit möchte man manchmal einfach nicht viel Zeit für die Lebensmittelzubereitung aufwenden. Also fährt man schnell in den Supermarkt, wo es den Salat bereits in mundgerechte Stücke geschnitten und fertig portioniert in Plastikbeuteln gibt. Geschäfte bieten mittlerweile sogar auch bereits geschnittenes Obst im Verkauf an.

Dies ist jedoch vielleicht gar nicht so gesund, wie man vielleicht annehmen könnte. Sobald man frische Lebensmittel zum Verzehr präpariert, gehören sie zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Wenn Kohl- und Salatblätter unverletzt sind, sind sie auf natürliche Weise vor Keimen geschützt. Zerkleinert man diese jedoch, treten Zellsäfte an der Schnittstelle aus und diese ziehen Keime an.

Schwangere könnten schwer erkranken

Im Jahre 2008 wurden Mischsalate vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf Listerien untersucht. Ganze 5 Prozent von 133 Salaten enthielten damals das Bakterium Listeria monocytogenes. Dies kann bei Schwangeren und immunsystemgeschwächten Menschen schwere Erkrankungen auslösen und kann sogar zur Fehlgeburt des ungeborenen Kindes führen.

Es kann leicht zu Belastungen kommen

Trotz strenger Hygienevorschriften in der Lebensmittelindustrie kann es bereits bei der Verarbeitung zu einer Kontamination mit Schimmelpilzen kommen, was dann später von dem feuchten Milieu in der Plastiktüte verschlimmert wird. Aber sogar bei der Ernte können Keime das Produkt bereits verunreinigen und sogar über die Wurzel ins Innere der Pflanze gelangen.

Generell sollte man, wenn man schwanger ist oder ein geschwächtes Immunsystem aufweist, auf bereits zerkleinertes Obst und Gemüse verzichten, um eine Gefährdung auszuschließen. Bei gesunden Personen ist es jedoch auch angeraten, auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten, denn je näher dieser Termin rückt, desto höher kann die Keimbelastung sein. Achten sie zudem darauf, dass die Packungen gekühlt gelagert werden und unbeschädigt sind.

  Subscribe  
Notify of