Viele Verbraucher haben Angst vor Keimen und der Gefahr einer Erkrankung. Daher verwenden immer mehr einen Hygienespüler. Die Werbung der Hersteller hinterlässt mit dem Versprechen von einer Keimbeseitigung von 99,9% einen guten Eindruck.

Gesunde Menschen brauchen keinen Hygienespüler

Laut Marcus Gast, Sachverständiger am Umweltbundesamt in Dessau, ist ein Hygienespüler unnötig, wenn alle Personen im Haushalt gesund sind: „In einem normalen Haushalt mit gesunden Personen braucht man dieses Mittel nicht – nicht einmal für Unterwäsche. Die Bakterien auf der Kleidung stammen von der Haut des Trägers selbst. Und da er sich selbst nicht desinfiziert, muss auch seine Kleidung nicht keimfrei sein.“

Desinfektion ist in Ausnahmefällen hilfreich

Bei hochansteckenden Personen ist eine Desinfektion der Kleidung hilfreich. Das gilt auch für Babykleidung oder Kleidung von älteren Personen. Denn bei diesen ist das Immunsystem meist schwächer, sodass eine Ansteckung wahrscheinlicher ist. Laut des Experten wird hierfür jedoch kein Hygienespüler benötigt. Ein bleichhaltiges Vollwaschmittelpulver und ein Waschgang bei 40 Grad würden ausreichen, um die Kleidung zu desinfizieren. „Das tötet alle Bakterien ab. Es muss aber tatsächlich Vollwaschmittelpulver sein. Flüssigwaschmittel enthalten diese Bleichmittel nicht und sind daher ungeeignet“, so Gast.

Hautreizungen durch Hygienespüler

Der Experte erklärt weiter, dass Hygienespüler der Gesundheit sogar schaden können. Bei manchen Personen können sie zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen. Zudem belasten die Mittel in dem Spüler die Umwelt. „Das sind Giftstoffe, die sich häufig nur schwer abbauen lassen, selbst in Kläranlagen“, sagt Gast.

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