Scharlach wird durch Streptokokken-Bakterien verursacht, die sich im menschlichen Rachen einnisten. Obwohl die Erreger bei jeder zehnten Person nachweisbar sind, sorgen sie nicht in jedem Fall für einen Ausbruch der Krankheit. Kommt es dennoch dazu, treten bei Erwachsenen in der Regel deutlich größere Beschwerden auf, als bei Kindern.

Die Ansteckung mit Scharlach

Die Tröpfcheninfektion ist die häufigste Form der Übertragung von Scharlach. Hierbei gelangen Körperflüssigkeiten einer kranken Person beim Niesen oder beim Husten in die Luft und werden danach von einem anderen Menschen eingeatmet. Seltener tritt dagegen die Möglichkeit der Schmierinfektion auf. Bei dieser Form geraten Betroffenen mit Erregern in Kontakt, die sich auf alltäglichen Gegenständen abgesetzt haben, nachdem sie von einem bereits Erkrankten benutzt wurden.

Typische Symptome bei Erwachsenen und Kindern

Vollkommen unabhängig davon, ob nun ein Erwachsener oder doch ein Kind an Scharlach erkrankt, treten in beiden Altersgruppen stets die gleichen Symptome auf. Dazu gehören neben geschwollenen Lymphknoten auch ein plötzlich ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Fieber, Erbrechen und Schüttelfrost. Zudem leiden Betroffene meist an Halsschmerzen, Rötungen im Bereich des Gaumens, stecknadelgroßem Hautausschlag und der sogenannten Himbeerzunge. Diese ist erst weiß belegt und dann etwa ab dem vierten Tag himbeerrot.

Der Krankheitsverlauf bei Erwachsenen

Grundsätzlich gilt, dass Scharlach bei Erwachsenen schwerwiegender verläuft, als bei Kindern. Auch Komplikationen und Spätfolgen sind bei ihnen im Falle einer Erkrankung deutlich weiter verbreitet. Bleibt Scharlach beispielsweise unbehandelt, tritt ein bis fünf Wochen nach der Erkrankung häufig das sogenannte rheumatische Fieber auf, welches zu einer Entzündung verschiedener Organsysteme führt. Betroffen sind davon unter anderem Gelenke, Herz, Gehirn und Haut. Besonders gefährlich ist eine Scharlach-Infektion im Übrigen für Schwangere.

Ein Arztbesuch ist dringend nötig

Personen, die sich mit Scharlach infiziert haben oder entsprechende Symptome beobachten, sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen und nicht versuchen, die Krankheit selbst zu behandeln. Dieser kann nicht nur einen Schnelltest durchführen, sondern auch die notwendigen Medikamente verschreiben, um die Beschwerden schnell zu lindern. Häufig wird zu einem Antibiotikum geraten, da dieses nicht nur die Bakterien abtötet, sondern auch die Ansteckungsgefahr mindert und gefährliche Folgeerkrankungen verhindert.

Keine Immunität nach der Genesung

Wie Kinder sind auch Erwachsene nach dem Überstehen einer Scharlach-Infektion nicht automatisch immun gegen eine erneute Erkrankung. Man gilt lediglich als gegen die spezifische Art von Streptokokken geschützt, durch welche es zum Auftreten der gesundheitlichen Beschwerden kam. Eine erneute Infektion ist in der Zukunft auch deshalb möglich, weil es keine wirksame Impfung gegen die Krankheit gibt.

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