Wie entsteht eine Stirnhöhlenentzündung?

Wenn man an einem sehr hartnäckigen Schnupfen leidet, dann staut sich das vermehrt produzierte Nasensekret vor allem in den Stirnhöhlen und bildet dort einen hervorragenden Nährboden für Keime. Bei manchen Menschen liegen ebenfalls begünstigende Umstände vor. Wenn beispielsweise die Nasenscheidewand gekrümmt ist, oder Polypen vorliegen, dann sind die Eingänge zu den Nebenhöhlen sowieso schon verengt und das Sekret kann schwerer abfließen. Akute Infekte können so auch schnell chronisch werden und sogar allergischer Schnupfen kann eine Nebenhöhlenentzündung ausbilden.

Die Nebenhöhlen müssen belüftet werden

Ganz besonders wichtig ist eine ausreichende Belüftung der Nebenhöhlen. Dafür können Sie abschwellende Nasentropfen oder –sprays verwenden. Diese Maßnahme sollten Sie jedoch nur für maximal eine Woche treffen, da bei Nasenspray schnell ein Gewöhnungseffekt eintritt. Die Schleimhäute trocknen aus und schwellen sogar noch mehr an, wenn die Wirkung der Nasentropfen nachlässt.

Halten Sie die Nase feucht

Um die Nasenschleimhaut feucht zu halten, sollten Sie viel trinken. Dafür eignet sich beispielsweise Wasser, Kräutertee oder Fruchtsaftschorle. Auch die Inhalation mit Wasserdampf befeuchtet die Schleimhäute. Dazu können Sie optional auch antimikrobielle Zusätze wie Eukalyptus oder Thymian verwenden. Feuchte Tücher über der Heizung erhöhen die Feuchtigkeit im Raum und erleichtern somit das Feuchthalten der Schleimhäute.

 Lösen Sie das Sekret und bekämpfen Sie die Erreger

Sie können Nasenduschen mit Kochsalzlösung verwenden, denn diese haben positive Effekte auf die Nase: Sie fördern den Abfluss des Sekrets, lassen die Schleimhäute abschwellen und spülen Krankheitserreger weg. Manche Patienten empfinden diese Prozedur jedoch als unangenehm. Pflanzliche Schleimlöser helfen gegen den Sekretstau und sind sogar entzündungshemmend. Antibiotika sind in den meisten Fällen nicht zu empfehlen, da solche Entzündungen in der Regel durch Viren verursacht werden und nicht durch Bakterien. Der Arzt sollte daher einen Abstrich auf Bakterien machen, bevor er Ihnen ein Antibiotikum verschreibt.

 Die Nase richtig putzen!

Auch wenn man es hierzulande anders gelernt hat, sollte man sich die Nase nicht kräftig schnäuzen. Auch wenn es erst befremdlich erscheinen mag, ziehen Sie die Nase hoch und tupfen Sie das heraustropfende Sekret mit einem Taschentuch weg. Beim Schnäuzen entsteht ein Überdruck, der Sekret in die Nebenhöhlen drückt, beim Hochziehen dementgegen ein Unterdruck, so dass das Sekret in den Magen läuft. Dort werden Keime durch die Magensäure vernichtet.

 

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