Das Tragen von Handschuhen aus Plastik soll gerade in Feinkostabteilungen Hygiene signalisieren. Wie Studien beweisen, gefährden diese jedoch eher die Hautgesundheit der Angestellten.

Schwerpunktaktion in Österreich

Seit Dezember läuft in Österreich in verschiedenen Supermärkten die erste Phase einer Schwerpunktaktion. Diese soll noch bis Mai andauern und wird im Rahmen der Österreichischen Arbeitsschutzstrategie durchgeführt. Das Verfahren soll Betreibern und Mitarbeitern aufzeigen, wo Einweghandschuhe tatsächlich als notwendig gelten. In der Regel sind diese nämlich ausschließlich als persönliche Schutzausrüstung im Umgang mit gesundheitsgefährdenden Substanzen geeignet.

Starke Bakterienbesiedlung

Wie eine Studie aus Deutschland beweist, ist das Tragen von Handschuhen an Feinkostbedienungstheken keineswegs hygienischer als das Arbeiten mit gesunden Händen und sauberen Arbeitsutensilien. Denn beim Umgang mit Einweghandschuhen ist bereits nach fünf Minuten eine starke Bakterienbesiedlung festzustellen, welche nicht nur die Handschuhe selbst, sondern auch die Lebensmittel und Instrumente betrifft.

Gesundheitliche Folgen

Auch für den Anwender sind Einweghandschuhe nicht von Vorteil. Durch das längerfristige Tragen entsteht ein feuchtes Milieu, das die Hautschicht aufweicht. Dadurch können vor allem Juckreize und Irritationen entstehen, doch auch das Auftreten von Allergenen und Keimen sind häufig die Folge. Sollen beispielsweise Wurst und Käse verarbeitet werden, ist der Einsatz von Werkzeugen wie Zangen, Gabeln und Folien deutlich angenehmer und schonender für die menschliche Haut.

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