Im Verfahren um eine Bottroper Apotheke, in der Krebsmedikamente gepanscht worden sein sollen, sagte am Mittwoch die Zeugin aus, die den Vorfall zur Anzeige gebracht hatte. In ihrer Aussage erneuerte sie die Vorwürfe, gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber. Sie wiederholte, dass im anhängenden Labor der Bottroper Apotheke Krebsmedikamente unterdosiert worden waren. Zudem habe es dort eklatante Hygienemängel gegeben.

Unterdosierte Medikamente und Hygienemängel

Der Chef habe beispielsweise das Labor mit Straßenkleidung betreten und die Labortür sei oft geöffnet worden, was den Vorschriften widersprochen habe. Zudem habe es zur Reinigung nur „einen alten Wischmopp“ gegeben.

„Ich konnte am Ende nicht mehr zugucken und mir vorstellen, wie viele Menschen da zu Schaden kommen, die ihre letzte Hoffnung in die Therapie stecken“, so die 55-jährige. Darum habe sie im Oktober 2016 schließlich die Polizei über die Missstände informiert.

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