Legionellen sind Bakterien, welche in warmen Wasser leben und die Legionärskrankheit, eine schwere Form der Lungenentzündung, auslösen können. Diese Krankheit tritt vor allem im Spätsommer sowie Herbst auf und betrifft meist Männer über 50 Jahren mit Vorerkrankungen. Im Raum Hartberg in Österreich haben sich kürzlich zwei Männer während einer Autowäsche mit den gesundheitsschädlichen Legionellen infiziert.

Legionellen können durch Sprühnebel verbreitet werden

Die beiden Österreicher haben ihre Autos in zwei unterschiedlichen Waschanlagen im früheren Bezirk Hartberg gesäubert. Sehr wahrscheinlich wurden die Legionellen während der Reinigung mit sogenannten Waschlanzen und dem dabei entstehenden Sprühnebel verbreitet. Obwohl sich beide Männer mit der Legionärskrankheit infiziert haben, gibt Bezirkshauptmann Max Wiesenhofer an, dass sie mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurden und sich auf dem Weg der Besserung befinden. Die Nachricht, einer der Männer sei bereits an den Folgen der Krankheit gestorben, wurde dahingegen bisher nicht bestätigt.

Noch keine Entwarnung

Auch wenn die beiden betroffenen Waschanlagen mittlerweile gesperrt wurden, konnte bisher keine Entwarnung gegeben werden. Stattdessen wurde im Land Steiermark kurzfristig ein Krisenstab eingerichtet. Begleitet wird dieser unter anderem von Gesundheitsexperten und Technikern. Zudem müssen die Betreiber der Lanzwaschanlagen innerhalb von drei Wochen nachweisen, welchem Typ ihre Anlagen zugehören und wie die Geräte bisher desinfiziert wurden.

Ein ungewöhnlicher Fall

Legionellen verbreiten sich in erster Linie bei Wassertemperaturen zwischen 40 und 50 Grad. Insbesondere Anlagen, die bereits etwas älter sind, können für Anwender gefährlich sein. Wie Landessanitätsdirektor Odo Feenstra angibt, sind in der Steiermark jedoch noch nie zuvor Legionellen in einer Waschanlage aufgetreten. Ähnliche Fälle seien bisher lediglich aus dem Ausland bekannt.

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